Deutsche Meisterschaften 2005

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450 Wasserballer bei Deutschen Meisterschaften der Masters beim SV Poseidon

‚Show down’ im Ollobad

von Ekkehard Kienemann

30 Teams aus der ganzen Republik trafen sich am 5./6.Juni im Freibad Olloweg zum Endrundenturnier der hat beste Chancen, den Titel zu holen“, so Poseidon-Manager Günther Scheuermann vor diesem WB-Highlight. Die Mannschaft um den ehemaligen Nationalspieler und Torjäger Holger Roehl spielte Ende der Siebziger Jahre oben in der 1. Bundesliga mit und wurden vor noch nicht zu langer Zeit als reine Vereinsmannschaft sogar Weltmeister in Neuseeland. Zwei Tage lang spielten in den zwei Schwimmbecken renommierte Mannschaften aller vier Regionalverbände um Meisterehren. Klingende Namen wie der SV Cannstatt, SG W98 / Waspo Hannover, SC Düsseldorf 98, Wasserfreunde Spandau 04, SV Augsburg und SG Handwerk Magdeburg, um nur einige zu nennen – und last but not least - der Gastgeber SV Poseidon mit zwei Mannschaften. gk

Mit Unterstützung des Hamburger Schwimmverbandes konnte trotz Wetterkapriolen wieder einmal sehr gute Masters Meisterschaft für die Wasserballer aus allen 16 Bundesländern präsentiert werden. Natürlich sind die Hauptakteure die Spieler, das Salz in der Suppe aber die wiederum hervorragende Organisation und Versorgung für das leibliche Wohl aller Teilnehmer und Zuschauer.

Es waren teilweise spannende Spiele, Spiele mit sehr großem Unterhaltungswert, Wasserball vom Feinsten, technische Kabinettstückchen, wunderbare Spielzüge und das Wichtigste von allen: Tore, Tore, Tore zu sehen. Knapp 1000 Länderspiele lagen an den 2 Tagen im Vereinsbad des SV Poseidon im Wasser, Olympiateilnehmer aus den Jahren 1964 bis 1996, von Tokio bis Atlanta, Europameister aus dem Jahre 1989 mit Rainer Osselmann und Thomas Huber, die natürlich mit dem SV Cannstatt deutscher Meister wurden, aber auch die anderen Titelträger konnten fast durchweg ihre Erfolge des Vorjahres von Berlin verteidigen.

Doch auch manche Erwartung zerschellte, zerbrach nach nur einem Spiel: man konnte sich nicht mehr steigern, hatte Pech oder zu viele unglückliche Aktionen. So zerrannen Träume und Spekulationen auf Edelmetall, andere sprangen dafür in die Bresche und wurden so Medaillenträger.

Aus Hamburger Sicht haben sich die Erwartungen zu 50 % erfüllt, Die Mastersmannschaft des SV Poseidon der über 55-jährigen konnte ihren Titel von Berlin erfolgreich verteidigen.

AK55

Auch wenn das Spiel gegen Magdeburg nie die Klasse und spielerische Freiheit offenbarte, sondern nur harten Kampf, kein Meter Wasser wurde verschenkt und so konnten die Hamburger dieses so wichtige Spiel für sich entscheiden. Bis zum 5:4 für Hamburg, lagen die Spieler aus Sachsen-Anhalt ständig in Führung, diktierten teilweise das Spiel so, wie wir eigentlich agieren wollten. Immer wieder scheiterten wir mit unseren Torschüssen knapp, ehe endlich eine 2-Toreführung heraussprang. Ab diesem Moment kontrollierten wir den Gegner, stabilisierten uns in der Abwehrarbeit und kontrollierten so mehr und mehr auch das Spiel. Auf Grund nachlassender Kräfte fanden die Magdeburger Spieler nun keine Mittel mehr, den Spieß noch einmal herum zu drehen und vergaben ihre wenigen Chancen.

Ein vor entscheidendes Spiel stellte dann die Partie zwischen Cannstatt und Magdeburg dar. Hier konnte sich schon entscheiden, welche Platzierungen am Ende für jeden einzelnen Verein heraussprang. Es war ein offener Schlagabtausch, einmal führten die Cannstätter, einmal sahen die Magdeburger, mit einer komfortablen Führung ausgestattet, schon wie der sichere Sieger aus. Das es am Ende nur zu einem 7:7 unentschieden kommen würde, damit rechnete niemand. Dieses Remis half keinem so richtig, der Platzvorteil lag nun bei uns Hamburgern. Wir hatten es in der Hand und wollten unsere Chance nutzen.

Entsprechend vom Coach Holger Ringling eingestellt, spielten wir ausnahmsweise gegen die Cannstatter auch das, was wir in der Mannschaftssitzung besprochen hatten. Mit ruhigem überlegtem Spielaufbau, ohne überhasteten Abschluss, auf die 100%-ige Torchance wartend, aber konsequent in allen Aktionen. Folgerichtig mussten dann auch unsere Tore fallen, das es so wenige waren, lag eben an der bewusst so angelegten Spielweise. Nur nicht ins „offene Messer schwimmen“, den Gegner zu Kontern einladen, denn schwimmtechnisch hatten die Süddeutschen einiges zu bieten.

Eine hervorragende Abwehrarbeit aller Spieler, das gegenseitige Helfen waren die Grundlage dafür, das dem Gegner nur ein einziges Tor in der gesamten Spielzeit gestattet wurde und das fiel erst fast am Schluss des 3. Spielviertels.

Dieser Erfolg basierte auf einer geschlossenen Mannschaftsleistung, dennoch möchte ich unserem Coach Holger nochmals dafür danken, wie er es immer wieder verstand, im Eifer des Gefechtes die Ruhe und Souveränität auszustrahlen, seine Spieler auf die richtigen Positionen zu schieben.

Deutscher Mastersmeister AK55
Oben: Rüdiger Bähr und ‚Ekke’ Kienemann, Mitte: ‚Weltmeistertrainer’ ‚Bruno’ Liedtke, Jürgen Rüder, Dirk Cohrs, Günter Scheuermann, Holger Roehl, Bernd Hornung, Rolf Lüdecke, Bernt Jacobs, ‚Charly’ Fischer, ‚Coach’ Holger Ringling, Unten: Walter Roscher und Wolfgang Lorenz.

Fotos: Wolfgang Genat

 

           

AK45

Bei unseren jüngeren Senioren (AK 45) hatte man auch einige Erwartungen, rechnete sich nach guten Trainingsspielen einiges aus. Warum es diesmal nicht geklappt hat, lag teilweise am Gegner, mehr aber an den nicht genutzten Torchancen. Reihenweise wurden sehr gute Chancen versiebt und der Gegner damit immer wieder zu Gegentoren eingeladen. Es waren allerdings auch Klasse-Gegner.

Wenn man sich auch die Namen der Spieler dieser Jahrgänge ansieht, dann weiß man, woran man letztendlich gescheitert ist, es sind die stärksten Jahrgänge im deutschen Wasserball, entsprechend hingen die Trauben auch sehr hoch.

Carsten Schnabel als Coach hat sein Bestes getan, immer wieder den Versuch unternommen, sich auf den Gegner einzustellen, nur manchmal ist der Wille allein, nicht genug um erfolgreich zu sein. Trotzdem hat diese Mannschaft Potential, sollte weiter zusammen bleiben und spielen, vielleicht klappt es ja dann im nächsten Jahr mit einem Platz auf dem Podium, zu wünschen wäre es allen Spielern und ihrem Coach.

Glänzend der Rückhalt für die Mannschaft unsere Frauen! Sie gewannen hinter den Tresen, an der „Gullaschkanone“ und dem Grill ihre Meisterschaft - und die Herzen aller Wasserballer. Herzlichen Dank Euch Allen!
Ekkehard Kienemann
, c/o Meistermannschaft AK 55 und im Namen der Mannschaft der AK 45
.

Ergebnisse in Zahlen

Schlußtabelle AK30+
1. Wasserfreunde Spandau 04

32:13

6:0

2. SC Wasserfreunde Fulda

18:20

3:3

3. 1. FC Nürnberg

25:32

3:3

4. SC Neustadt

13:23

0:6

 

Schlußtabelle AK35+

1. SV Cannstatt

20:6

6:0

2. SC Neustadt

16:15

4:2

3. TV Gut Heil Billstedt

15:20

2:4

4. WSV Bocholt

13:23

0:6

 

Schlußtabelle AK40+

1. SG W98/Waspo Hannover

32:07

8:0

2. SCBlauWeiß Poseidon Köln

31:11

6:2

3. SSF Aegir Uerdingen

26:20

4:4

4. SV Oberhausen

14:39

1:7

5. WSV Vorwärts L-hafen

15:41

1:7

 

Schlußtabelle AK45+

1. SV Cannstatt

42:10

8:0

2. SV Gronau 10

16:27

4:4

3. SC Düsseldorf 98

11:19

3:5

4. SV Blau-Weiß Bochum

18:29

3:5

5. SV Poseidon Hamburg

20:22

2:6

 

Schlußtabelle AK50+

1. SC Düsseldorf 98

11:04

4:0

2. SV Augsburg

9:10

2:2

3. SV Bitterfeld

6:12

0:4

 

Schlußtabelle AK55+

1. SV Poseidon Hamburg

10:6

4:0

2. SG Handwerk Magdeburg

13:15

1:3

3. SV Cannstatt

9:11

1:3

 

Altersklasse 30+

SC Wasserfreunde Fulda

SC Neustadt

5:4

Wasserfreunde Spandau 04

1. FC Nürnberg

16:7

SC Wasserfreunde Fulda

1. FC Nürnberg

10:10

SC Neustadt

Wasserfreunde Spandau 04

3:10

SC Wasserfreunde Fulda

Wasserfreunde Spandau 04

3:6

SC Neustadt

1. FC Nürnberg

6:8

 

Altersklasse 35+

TV Gut Heil Billstedt

WSV Bocholt

8:6

SV Cannstatt

SC Neustadt

5:2

TV Gut Heil Billstedt

SC Neustadt

5:7

SV Cannstatt

WSV Bocholt

8:2

SC Neustadt

WSV Bocholt

7:5

SV Cannstatt

TV Gut Heil Billstedt

7:2

 

Altersklasse 40+

SSF Aegir Uerdingen

SCBlau-Weiß Poseidon Köln

2:6

SG W98/Waspo Hannover

SV Oberhausen

12:2

SSF Aegir Uerdingen

WSV Vorwärts Ludwigshafen

11:6

SCBlau-Weiß Poseidon Köln

SG W98/Waspo Hannover

2:6

SV Oberhausen

WSV Vorwärts Ludwigshafen

7:7

SSF Aegir Uerdingen

SG W98/Waspo Hannover

3:4

SG W98/Waspo Hannover

WSV Vorwärts Ludwigshafen

10:0

SCBlau-Weiß Poseidon Köln

SV Oberhausen

10:1

SSF Aegir Uerdingen

SV Oberhausen

10:4

SCBlau-Weiß Poseidon Köln

WSV Vorwärts Ludwigshafen

13:2

 

Altersklasse 45+

SV Gronau 10

SV Poseidon Hamburg

5:3

SC Düsseldorf 98

SV Blau-Weiß Bochum

3:3

SV Gronau 10

SV Cannstatt

2:14

SC Düsseldorf 98

SV Gronau 10

4:1

SV Blau-Weiß Bochum

SV Poseidon Hamburg

7:6

SV Cannstatt

SC Düsseldorf 98

8:2

SV Gronau 10

SV Blau-Weiß Bochum

8:6

SV Cannstatt

SV Poseidon Hamburg

8:4

 

Alterklasse 50+

SV Bitterfeld

SC Düsseldorf 98

2:5

SV Bitterfeld

SV Augsburg

4:7

SV Augsburg

SC Düsseldorf 98

2:6

 

Altersklasse 55+

SV Poseidon Hamburg

SG Handwerk Magdeburg

7:5

SV Cannstatt

SG Handwerk Magdeburg

8:8

SV Cannstatt

SV Poseidon Hamburg

1:3

 

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Stand: 20.04.2011