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Die 227 Meilen (365 km) hatten wir um 15:00 h hinter uns gebracht. Am Eingang des Parks haben für unseren PKW samt den 4 Insassen ein Ticket für 50 $ erstanden, gültig für alle US National Parks. Dies ist unbedingt zu empfehlen, da sonst ein Vielfaches an Parkgebühren zu entrichten ist. Schon am Eingang des Parks entfaltet der El Capitan seine volle Pracht. Überall sieht man diese glattpolierten Granitfelsen, die senkrecht nach oben aufsteigen. Die Fahrt durch den Park führte uns an den Mittelpunkt des Tals, Yosemite Village. Nach einem kurzen Aufenthalt, weil viel zu überlaufen, lassen wir uns von der Schönheit des Tals inspirieren und machen noch einmal am Yosemitefall Halt. In der Abendsonne empfiehlt es sich, den Aussichtpunkt Glacier Point (980 m ü.M.) aufzusuchen und die unvergleichliche Aussicht auf den Half Dome zu genießen. Von hier kann man auch das gesamte Tal in seiner ganzen Pracht sehen. Zu unserer ersten Schlafstätte mussten wir teilweise durch den Park über den Hwy 41 und 140 zur Cedar Lodge in El Portal fahren. Wir hatten für 4 Personen 1 Quad Zimmer gebucht (wie im Übrigen für die gesamte Fahrt), ein Zimmer also für 4 Personen in 2 Betten. Die Queensize-Betten in den USA sind für 2 Personen völlig ausreichend, weil sie wesentlich größer sind als unsere „Französischen“ bzw. Doppelbetten. Tag 2: Montag 14.8.2006 Ziel: Lee Vining 112 km (140, 41, 120)Am nächsten Tag machten zunächst einen Ausflug nach
Wawona, dem Südeingang des Yosemite NP. Hier steht das älteste Hotel des
Parks und was viel interessanter ist, die Riesen
Weiterfahrt nach Lee Vining gegen 16:00 h über die Tioga Road, dem Hwy 120. In stetiger Bergauffahrt brauchten wir über eine Stunde zum Tioga Pass (3030 m hoch). (Achtung: Der Tioga Pass ist nicht das ganze Jahr geöffnet. In diesem Jahr war er Mitte Juni schneefrei und konnte dann erst befahren werden.) Eine erfreuliche Abwechslung auf der Strecke war das größte alpine Hochmoor der Sierrakette, die Tuolumne Meadows. Weite Täler und auch Schneefelder konnten wir sehen. Dann ging es wieder abwärts, teilweise ohne seitliche Befestigung. Berggang war beim Automatikgetriebe angesagt und die Bremsen wurden dennoch heiß. Weiter unten wieder karger Bewuchs und niedrige Gräser. Am Vista Point kurz nach dem Tioga Pass waren wir um 18:30 h angekommen und konnten die Aussicht auf Lee Vining und den Mono Lake genießen. In der Lake View Lodge angekommen, saßen schon unsere Kollegen aus dem 2. Auto (Bärbel, Gabi, Bernt und Günter) bei kühlem Bier und Rotwein. Tag 3: Dienstag 15.8.2006 Ziel: Las Vegas 600 km (US 395, 136, 190, 160)Da wir auf dem Weg nach Las Vegas das Death Valley durchqueren wollten, war frühes Aufstehen angesagt. In unserer Gruppe war Abfahrt 9:00 h schon recht früh. Trotzdem machten wir einen kleinen Umweg zum Mono Lake Tufa State Reserve. Ein kleiner Spaziergang führte uns zum spiegelglatten tiefblauen See, der mit seinen mehr als 700.000 Jahren zu den ältesten der Welt gehört. Im Laufe der Jahrtausende steigerte sich der Mineralgehalt des Sees durch die andauernde Verdunstung und bildete so die malerischen Tufasteine, die vor ca. 13.000 Jahren entstanden sind und aus Kalk (Calciumcarbonat) bestehen. Selten habe ich etwas Schöneres gesehen. Der Umweg von 45 Min und 10 Meilen hat sich gelohnt.
Weiter geht auf dem US 395 über Bishop, Big Pine und
Independance, immer das Bergmassiv der Sierra Nevada im Auge mit dem über allem
thronenden Mount Whitney, dem
Um Viertel nach drei geht es weiter auf dem Hwy 190 in Richtung Las Vegas. Eigentlich wollten wir in Death Valley Junction Richtung Amargosa Valley abbiegen. Ein Wegweiser zeigte uns aber einen direkteren Weg. Die neue hervorragend asphaltierte Straße führte uns nach Pahrump und der Hwy 160 dann direkt nach Las Vegas. Tag 4: Mittwoch 16.8.2006 Las Vegas 104 kmFür ein ordentliches Frühstück zu einem annehmbaren Preis ist die USA nicht der richtige Ort. Wir nahmen diesen Morgen also nur einen Kaffe zu uns. Es ging dann direkt zum Hoover Dam, der hier den Colorado River aufstaut. Ein imposantes Bauwerk. Der Damm ist von Sicherheitskräften streng bewacht. Zu groß ist die Angst vor Anschlägen. Parken kann man auf beiden Seiten des Damms. Auf der nördlichen Seite allerdings nur in einem kostenpflichtigen Parkhaus. Nun wurde es Zeit für ein ausgiebiges Picknick und einem anschließenden Bad in dem schönen blauen See, dem Lake Mead. Das Wasser war allerdings sehr warm und somit als Abkühlung nicht geeignet. Auch der sogenannte Beach war nicht das, was wir uns unter einem Strand vorstellten. Harter Sand und Staubwolken, dazu ein steiniger Weg zum Wasser, ohne Badeschuhe kaum zu betreten. Nach einer weiteren Rast am Bootshafen mit Eis und Cola ging es zurück nach Las Vegas, wo wir ein weiteres Mal unser Auto tauschten, weil hier wiederum die Anzeige „Ölwechsel“ aufleuchtete. Mittlerweile war dies der 4.!! PKW. Bemerkenswert aber, wie problemlos dort ein Auto gewechselt wird. Der Papierkrieg wird auf ein Minimum beschränkt. Gigantisch allerdings die Größe einer Niederlassung wie die von Alamo, die mit der Autovermietung National zusammenarbeitet. Hunderte von Autos werden dort täglich zurückgegeben. Dies bedeutet aber auch, dass kein spezielles Fahrzeug für einen Mieter bereitsteht. Es wird ganz einfach eines aus dem immer vorhanden Pool genommen. Tag 5: Donnerstag 17.8.2006 Las VegasDiesen Tag nutzten wir, um die Stadt, genauer gesagt
die Casinos kennen zu lernen, was nicht weiter verwunderlich ist, denn diese
Stadt kennt eigentlich nur Casinos mit anhängenden
Tag 6: Freitag 18.8.2006 Ziel: Bryce Canyon 405 km (IS 15, 9, 89, 12)Am Morgen des 6. Tages ging es direkt auf die IS 15 Richtung St. George. Wie immer fuhren wir bei blauem Himmel durch weite Täler mit struppigem Gras. Auf der ganzen Reise hatte man immer den Eindruck, man befände sich andauernd in einem Tal, weil überall in der Ferne Bergketten zu sehen waren. Als wir die Grenze nach Utah überschritten, sahen wir schon die ersten roten Giganten. Trotz des Highways ist dies eine beeindruckende Fahrstrecke. Gegen 11:30 h durchfahren wir St. George und biegen auf die Straße Nr. 9 ab in Richtung Hurricane. Von dort in den Zion NP. Am Zion Visitor Center nehmen wir den Shuttle und machen eine 90minütige Tour durch den Zion Canyon. Private PKW's sind hier nicht erlaubt. Vorbei an merkwürdig strukturierten Bergmassiven fahren wir bis zum Temple of Sinawawa, wo wir uns am Virgin River ein wenig ausruhen. Ich stecke hier zur Erfrischung meine Füße ins Wasser, denn der Fluss hat eine angenehme kühle Temperatur. Ein tolles Erlebnis, der ruhige Fluss, eingebettet in hohe, steile Berge. Dieser 3-stündige Aufenthalt ist wirklich zu empfehlen.
Nach einem ausgiebigen Picknick geht es um 15:20 h wieder auf die Straße 9 nach Mount Carmel Junction, wo wir auf den US Hwy 89 einbogen und Richtung Norden zum Bryce Canyon NP fahren. Rote, steile, schroffe Felsen begleiten uns auf der Fahrt. Wir biegen in den Hwy 12 ein und bald empfängt uns der Bryce Canyon Nationalpark mit hellroten Bergen. Es ist der Red Canyon. Ein imposanter Anblick in der Nachmittagssonne. Wir fahren weiter über flaches Hochland mit Weiden und Tannenwäldern. Dies hatte ich hier nicht erwartet. Um den Bryce Canyon noch in der Abendsonne zu sehen, fahren wir direkt zum Sunset Point und genießen den phantastischen Ausblick auf den Canyon. Danach fahren wir noch zum Bryce Point, an dem die Aussicht genau so atemberaubend ist. In der Abendsonne wird es hier schon merklich kühler und gegen 18:30 h (19:30 h Utah-Zeit) haben wir die Zimmer der Bryce View Lodge in Rubys Inn bezogen. Den Blick auf den Bryce Canyon konnten wir nicht entdecken, aber die Lodge ist schon sehr zu empfehlen. Tag 7: Samstag 19.8.2006 Bryce Canyon 89 kmNachdem ich den Canyon vom Sunset Point in der Abendsonne gesehen hatte, wollte ich ihn auch vom Sunrise Point in der Morgensonne genießen. Um 6:15 h aufstehen. Sonnenaufgang war um 6:50 h. Es war kalt. Aber die Kulisse war atemberaubend.
Um 13:00 h wollten wir uns den südlichen Teil des Parks noch einmal ansehen. Wir haben auf dem Wege an etlichen Viewing Points gehalten und die großartigen, verschiedenartigen Eindrücke mitgenommen. Ob Fairyland Point, Paria View, Agua Canyon, Ponderosa Canyon oder Inspiration Point, jeder Punkt hat uns ein anderes Erlebnis vermittelt. Der Bryce Canyon hat alles übertroffen, was ich auf dieser Reise gesehen habe. Er ist abwechslungsreicher und wesentlich interessanter als der Grand Canyon. Am Abend konnten wir uns das Angebot eines Rodeos nicht entziehen und kauften für 9 $ eine Eintrittskarte. Unerwartet, dass die Tribüne bei Beginn voll war, ist doch Rubys Inn nur ein kleines Nest. Die Vorstellung war nach meinem Empfinden etwas langatmig. Trotzdem konnten wir einige spektakuläre Ritte bewundern. Interessant, dass sich die Amerikaner bei solchen Veranstaltungen immer mitreißen lassen, und natürlich durfte die Amerikanische Nationalhymne zu Beginn nicht fehlen. Tag 8:- Sonntag, 20.8.2006 Ziel: Kayenta 415 km (12, US 89, 98, US 160)Am nächsten Morgen ging es um 9:30 h weiter. Wir wollten zum Monument Valley über den Glen Canyon bei Page und fuhren deshalb eine ganze Strecke zurück auf den US Hwy 89, immer durch ein grünes Tal, das sich am Flusslauf des Sevier Rivers entlang zieht. Bei andauerndem Gefälle der Straße sorgten Rinder, Pferde, Felsen, Buschbewuchs und Kiefernwälder für Abwechslung. Bei Mount Carmel Junction ging es dann Richtung Page.
Um 10:45 h waren wir schon in Wah Wip und genossen die
Aussicht zum Glen Canyon. Eine glatte Hochebene, unter uns der Yachthafen
und viele Boote erwarteten uns am Lake Powell. Nach einer kurzen Pause ging
es weiter zum Glen Canyon Dam, der das Wasser des Colorado im Lake Powell
speichert. Dieser Damm ist ähnlich mit Sicherheitskräften bestückt
Nach dieser Erfrischung fuhren wir weiter in Richtung Kayenta über den Hwy 98 und der US Hwy 160. Direkt nach Beziehen unseres Zimmers im Best Western Wetherill Inn sind wir sofort zum Monument Valley gefahren, um noch vor Sonnenuntergang Blicke auf diese Monumente zu werfen. Nach der Rückkehr gab es eine herbe Enttäuschung. Haben wir uns doch auf ein kühles Bier gefreut, doch in den Läden und Gaststätten gab es kein Bier. Es gab überhaupt kein Alkohohl im Umkreis von 49!! Meilen. Indianerschutzgebiet. Tag 9 - Montag, 21.8.2006 Ziel: Grand Canyon 251 km (US 160 , 64)Am nächsten Morgen bin ich noch einmal ins Tal der Monumente gefahren, wollte ich doch diese imposanten Felsen noch einmal in der Morgensonne bestaunen. Nach kurzem Frühstück Aufbruch zum Grand Canyon. Auf dem Wege dort hin, machten wir einen Abstecher zum Navajo National Monument. Wir konnten lernen, wie die Navajos und Pueblo-Indianer dort gelebt haben, konnten einen riesigen Alkoven bewundern (110 m breit, 136 m hoch und 46 m tief), der im 13. Jahrhundert einen ganzen Clan beherbergte. Das Zuhause der Navajo-Indianer ist der Hogen. Ein kuppelförmiger Bau mit Baumstämmen, mit einer Abdeckung aus Erde hatte er 8 m Durchmesser und beherbergte eine Familie.
Gegen 15:00 waren wir am Eingang des Grand Canyon NP. Auch hier gab es, wie in jedem Park kostenlos Informationsmaterial (teilweise auch in Deutsch), mit dem man gut zurechtkommt. Schon der erste Ausblick am Desert View Point brachte uns wieder in Hochstimmung. Ein phantastischer Ausblick. Wir sind dann erst einmal zu unserer Lodge nach Tusayan gefahren. Gegen 16:30 h erreichten wir das Quality Inn & Suites. Es war eine gute Lodge der Mittelklasse, nicht direkt an der Straße gelegen und deshalb sehr ruhig. Wir hatten 1 Schlafzimmer mit 2 Queensize Betten und einem zusätzlichen Wohnraum. Für 4 Personen gut geeignet, weil außerdem 2 Waschbecken vorhanden waren. Zur Komplettausstattung gehörte auch Kühlschrank, Mikrowelle, Fernseher und Bügeleisen, letzteres war in allen Hotels und Lodges der Reise vorhanden. Ein Outdoor Swimming Pool mit Whirlpool hat uns denn auch gleich zum Ausspannen eingeladen. In Tusayan konnten wir nun auch endlich wieder unseren Getränkevorrat auffüllen. Am Rande bemerkt: In den USA hat jedes Hotel auf der Etage eine Eismaschine, aus der man kostenlos Eis zapfen kann. Bei dieser Hitze eine höchstwillkommene Einrichtung, so dass wir immer auf gut gekühlte Getränke zurückgreifen konnten. Besonders auf den langen Autofahrten kam unsere in Amerika gekaufte Kühlbox voll zum Einsatz. Die Ausgabe von 10 $ hat sich bezahlt gemacht. Mittlerweile hatten wir großen Appetit auf ein richtiges Steak, also ab zum gegenüberliegenden Steak House. Es war ein ansprechend großer Laden in Westernaufmachung, für unseren Geschmack allerdings ein wenig dunkel. Nach den Preisen zu urteilen, durften wir auf ein ordentliches Steak hoffen. Weit gefehlt. Die Größe der Steaks stimmte, während die Zubereitungsqualität nicht zufriedenstellend war. Medium wurde durchgebraten, Medium well ganz durch. Und alle Steaks waren irgendwie angebrannt. Für ein Steak House wirklich befremdlich. Tag 10 - Dienstag, 22.8.2006 Grand Canyon 84 kmAm nächsten Morgen 9:00 h Frühstück. Pünktlich um 9:30 h wurde aber schon Alles wieder abgeräumt. Service Fehlanzeige. Also ab zum Grand Canyon bei schon recht heißen Temperaturen. Die Devise hieß: viel Wasser mitnehmen, denn auf den Wanderungen auf den Trails ist Wasser unverzichtbar. Wir parken unser Auto im Grand Canyon Village und entschließen uns den kostenlosen Shuttle in Richtung Hermits Rest zu nehmen, denn PKW’s sind hier nicht erlaubt.
Am Prima Point sind wir ausgestiegen. Wir sehen eine Hochebene mit Busch und kleinen Bäumen, Kakteen und mit Gras bewachsen. Raben segeln über uns wie Geier. Irgendwie habe ich mir das Gebiet um den Grand Canyon anders vorgestellt. Überraschend grün war es hier. Nur der Canyon selbst besteht aus kahlen steilen Felsen. Wir haben den Fußweg über den Trail zum nächsten Shuttlehalt Mohave Point gewagt. Teilweise ging es nur einen Meter an der Kante des 1200 m abfallenden Massivs entlang. Ohne Geländer oder Ähnlichem. Unverständlich – und das in den USA, wo doch überall in schon übertriebener Form auf Sicherheit geachtet wird. Nach 2 Stunden Fußmarsch haben wir die 6,5 km hinter uns gebracht. Es war anstrengend in der Hitze aber es hat sich gelohnt, weil sich überall am Wegesrand neue bombastische Ausblicke auftaten. Anschließend sind wir dem Auto zum Mather Point gefahren. Wieder ein überwältigender Eindruck. Ich habe früher schon Fotos vom Grand Canyon gesehen, aber der wirklich phantastische Eindruck entsteht erst, wenn man direkt am Rande des Canyons steht. Ein Foto kann dieses Panorama eben nicht wiedergeben. Tag 11 - Mittwoch, 23.8.2006 Ziel: Long Beach 760 km
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| Cool Springs | Oatman | Pause | Joshua Tree | Windkraft |
Danach fuhren wir weiter Richtung Oatman, einer alten Goldgräberstadt mit touristischen Läden an der Straße. Langsam fahren war angesagt, denn auf der Straße verkehrten auch Esel. Es ging weiter über hügeliges Land, Serpentinen über 20 Meilen Richtung Süden. Um ca. 13:00 h trafen wir in Golden Shores wieder auf die IS 40. Mittlerweile hatten wir wieder 40°C im Schatten. Wir überquerten den Colorado und fuhren auf dem IS 40 Richtung Westen, um bei Fenner wieder auf die Route 66 in Richtung Essex abzubiegen. Eine gerade, langweilige Strecke. Nur Strommasten. Links und rechts karges flaches Land. In weiter Ferne wieder eine zu überquerende Bergkette. Die Sheep Hole Mountains und die Boullion Mountains. Irgendwie wird auch hier wieder eine Durchfahrt zwischen den Bergen sein. Regenwolken zogen in der Ferne auf und über den Bergen ergoss sich der Regen. Bei uns fiel leider kein Tropfen. In geringer Entfernung parallel zu uns überlange Eisenbahnzüge mit bis zu 4 Loks. Entlang der Straße ein seitlich angelegter Wall, der auf der gesamten Strecke mit Namen aus einzelnen Steinen verziert war. Möglicherweise Namen der Werktätigen, die diesen Wall erschaffen haben. Dies ging so über ca. 30 Meilen.
Wir fuhren an etlichen ausgetrockneten Seen vorbei, teilweise zu Salzseen geworden. Eine Sulfatfabrik auf dem See. Wir fragen uns, wo wohl die Arbeiter herkommen. Weit und breit keine Siedlung zu sehen. Eine öde Landschaft. Über Stunden keine Raststätte. Bäume oder andere Schattenplätze gab es nicht. So hieß es Weiterfahren im angenehm klimatisierten Auto. Gegen 15:30 h erreichen wir 29 Palms. Wir fahren durch die Stadt durch. Eine große weitläufige Stadt. Die 29 Palmen haben wir nicht gesehen. Wir fahren weiter auf dem Hwy 62. Auch in Joshua Tree machen wir keinen Halt, da wir so langsam auf die Zeit achten müssen, wollen wir doch am frühen Abend in Long Beach sein. Die 2. Gruppe ist in den Joshua Tree NP eingefahren und hatten zu berichten, dass sich ein Abstecher dort hin wirklich lohnt. In White Water nehmen wir dann den IS 10 Richtung San Bernadino, dann auf den Hwy 91 Richtung Long Beach. Auf der Strecke sehen wir hunderte von Windrädern. Es gibt in diesen Gebieten tausende von Windrädern. Die USA wollten aus der Ölkrise in den 70er Jahren lernen. Man nutzt dort den natürlichen Windkanal, der durch die beiden Bergmassive Bernadino Mountains und San Jacinto Mountains entsteht. Die erhitzte Luft der Wüste zieht die kältere Luft des Pazifiks an und wird durch den engen Pass gedrückt. Dadurch wird der Luftstrom beschleunigt und es entstehen Windgeschwindigkeiten mit durchschnittlich 30 km/h.
Dann endlich um 17:00 h eine Pause. Wir haben Schatten, aber bei 38°C auch kein Vergnügen. Auch die kleinen Windstöße bringen keine Abkühlung. Sie bringen eher neue heiße Luft. Nachdem wir also ein kleines Picknick genossen haben, sind wir sofort wieder in das Auto gestiegen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Ziel. Weit war es nicht mehr, aber schon bald merkten wir, dass wir in den Einzugsbereich der Großstadt Los Angeles gerieten, mit ihren vielen „Vororten“, die ja in Wirklichkeit eigene große Städte sind. Der Verkehr stockte schon 50 Meilen vor LA. Auf dem 6spurigen Highway wälzten sich die Wagenkolonnen langsam voran. Auf Grund der einmaligen Erfindung der Amerikaner, der Carpool Lane, ging es für uns noch einiger Maßen flott. Diese Carpool Lane gibt es auf großen Highways auf bestimmten Strecken. Auf dieser Spur, die ganz links angeordnet und als solche bezeichnet ist, dürfen nur Fahrzeuge mit 2 oder mehr Insassen fahren. Wir gehörten immer dazu, weil wir mit 4 Personen fuhren. In den meisten Autos in den USA sitzt aber nur eine Person, was sich enorm auf das Verkehrsaufkommen auswirkt. Gegen 19:00 h erreichen wir dann endlich unser Hotel in Long Beach, dem Holiday Inn.
Die letzten 4 Tage war Long Beach unser Standort. Wir nutzten die Tage, um die Hauptattraktionen von Los Angeles kennen zu lernen. So durfte eine Fahrt nach Hollywood und Beverly Hills ebensowenig fehlen, wie der Besuch des Getty Centers. Malibu und Santa Monica luden zum Baden ein, wobei mir das legendäre Malibu überhaupt nicht gefiel. Alte, zum Teil renovierungsbedürftige Häuser zwischen Straße und Strand. Der Strand ist zur Hälfte für die Hausbesitzer durch einen Zaun getrennt. Mag sein, dass mein Urteil ungerecht ist. Wir haben auch nicht den ganzen Strand von Malibu gesehen, denn er erstreckt sich über einige Meilen. Dagegen hat Santa Monica einen ausgedehnten wunderbaren Strand. Hier haben wir dann auch einen schönen sonnigen Nachmittag verbracht. Für alle Strände gilt: Parken kostet 8 bis 12 $ pro Tag. Auf der Rückfahrt fuhren wir durch Venice, um uns das Treiben am Venice Beach anzusehen. Es ist wirklich interessant, die vielen unterschiedlichen Leute an der Strandpromenade zu beobachten. Hier gibt es Gaukler, Turner, Body Builder, Tänzer, Wahrsager, verrückte Leute usw. Alles abgebrochene Existenzen, die sich ein paar Dollar hier verdienen. Natürlich immer unter den strengen Augen der allgegenwärtigen Polizei.
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| Hollywood | Malibu | Terminator | Venice Beach |
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| Wassershow | Amity City | Queen Mary 1 |
Was nicht fehlen darf, ist ein Besuch der Universal Film Studios. Der Eintritt ist mit 59$ nicht gerade billig, aber die Attraktionen und Shows, wie z.B. Filme gemacht werden, sind eindrucksvoll. Auch Filmpassagen in 3D zu sehen, wie von Terminator 2 sind zu empfehlen. Natürlich darf auch eine Fahrt durch die Studios selbst nicht fehlen. Dies geht allerdings nur mit einem Shuttle, der dann auch durch Westernstädte und Katastrophenfilme fährt. Hier kann man den Weißen Hai genau so bewundern wie das Hotel von Norman Bates in Psycho.
Den letzten Abend wollten wir alle zusammen noch einmal genießen, denn am nächsten Tag sollte es wieder Richtung Heimat gehen. Rolf kannte in Long Beach ein Restaurant, die Brauerei. Dort haben wir richtig zugeschlagen und bei etlichen Bieren und richtigen Steaks die Reise noch mal Revue passieren lassen. Insgesamt war es ein großartiges Erlebnis. Ich habe viele Eindrücke gewonnen. Die meisten habe ich beschrieben. Die besten werden in Erinnerung bleiben, die wenigen schlechten werden verblassen. Ein großer Dank geht an unseren Fahrer Rolf, der uns unermüdlich 4000 km durch die Weiten des Südwesten Amerikas kutschierte. Ebenso der Dank an alle Mitreisende, dass es so gar keine Differenzen gab, was in unserem Alter nicht mehr selbstverständlich ist.
Vielleicht gibt mein Reisebericht, dem Einen oder Anderen eine kleine Unterstützung für die Planung der eigenen Reise.
Euer Walter
| Impressum |
Stand: 20.04.2011 |
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